Spannende Sommerferien im Herzen von Lauda

Im Erdgeschoss der Laudaer Gemeinschaftsschule hört man ein hölzernes Klackern. Schon beim Betreten des Gebäudes wird die Nase mit süßlichem Duft verwöhnt. Kurz darauf stößt man auf gut gelaunte Kinder, die mit bunten Mais- Sticks ein kleines Kunstwerk basteln. Was ist da los? Eigentlich sollten doch längst die Schulferien begonnen haben. Wir haben uns auf die Spurensuche begeben ...

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Des Rätsels Lösung: Das Team des Mehrgenerationenhauses bietet auch in diesem Jahr eine verlässliche Ferienbetreuung an. Das Angebt richtet sich in erster Linie an berufstätige Eltern, die damit die Möglichkeit einer außerschulischen Betreuung für ihre Kinder bekommen. Neben einer abwechslungsreichen Freizeitgestaltung mit vielen Attraktionen ist das selbständige Zubereiten von Speisen ein pädagogischer Programmpunkt, der gerne von den jungen Teilnehmern angenommen wird. Das Betreuungsangebot findet traditionell in den Räumlichkeiten der Gemeinschaftsschule in Lauda statt, erklärt die Leiterin Gisela Keck-Heirich bei einem Besuch vor Ort.

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Oliver aus Lauda ist schon zum fünften Mal dabei. Der Fünftklässler schwärmt von Ausflügen, Sportturnieren, vom gemeinsamen Kochen und Backen – kurz und knapp: von viel Abwechslung bei den verschiedensten Aktivitäten. Mit sichtlicher Begeisterung hat er gerade den Teig für leckere Waffeln zubereitet. Die soll es am Mittag als Nachtisch zu einer herzhaften Grießklößchensuppe geben. Angeleitet wird er von Judith-Leonie Fleckenstein. Die Schülerin engagiert sich als Helferin und unterstützt das Team auf vielerlei Weise. Salam nimmt erstmals an der verlässlichen Ferienbetreuung teil. Das syrische Mädchen schöpft bedachtsam den fluffigen Teig in das Waffeleisen, damit am Ende alle Kinder satt werden.

„Mit der verlässlichen Ferienbetreuung leistet die Stadt Lauda-Königshofen einen wertvollen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Bei den verschiedenen Aktivitäten stehen die Kinder im Mittelpunkt“, berichtet die Leiterin. „Als sinnvolle Integrationsmaßnahme setzen wir auch Migranten zur Betreuung ein – beispielsweise solche, die in ihrem Heimatland als Lehrkräfte beschäftigt waren. Das hilft ihnen, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern.“

Während heute das Basteln mit schaumstoffartigen Mais-Sticks und Fußball-Action am Kickertisch angesagt sind, ist das Programm für die kommenden Tage nicht minder abwechslungsreich: Für die kommende Woche stehen eine Fahrradtour nach Königshofen mit Spielen am Wasser auf dem Kalender. Kurz darauf werden Janosch- Geschichten vorgelesen, passend dazu wird die berühmte Janosch-Tigerente aus Holz hergestellt. Eine Woche später geht es mit dem Jäger in den Wald, ehe schließlich am 1. September notgedrungen die Zeit gekommen ist, sich voneinander zu verabschieden. In den Pfingstferien 2018 soll es aber erneut weitergehen. Für Spiel und Spaß ist dann garantiert wieder gesorgt. 

Schultütenaktion

Syrische Schulanfänger freuen sich über Schultüten

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Im Rahmen des katholischen Religionsunterrichtes besuchten die Schüler der 8. Klasse der Josef-Schmitt-Realschule Lauda mit Ihren Lehrerinnen Frau Loreen Spönlein und Heike Hiller den Bürgertreff Mehrgenerationenhaus. Hierbei erfuhren die Schüler unter anderem viele Details über das Thema Integration von Flüchtlingen. Spontan entschieden sich die Schüler, gemeinsam mit Ihren Betreuerinnen für einige syrische Schulanfänger Schultüten zu basteln. Sehr stolz überreichten sie die gelungenen Schultüten der Leiterin des MGH Frau Gisela Keck-Heirich. „ Wir, Fabian Schwab und ich, werden die Schultüten den Familien überbringen und die damit verbundene Bedeutung erklären“, versprach Frau Keck-Heirich.
Danach verabschiedeten sich Schüler und Lehrerinnen in die Sommerferien.

Leben retten und im Unglücksfall gewappnet sein

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Im Laudaer Mehrgenerationenhaus wurde für die ehrenamtlichen Mitarbeiter kürzlich ein Erste-Hilfe-Kurs durchgeführt. Die aufwendig vorbereitete Veranstaltung war sehr gut besucht und stieß beim Team der kommunalen Einrichtung auf reges Interesse. Viele der Teilnehmer hatten noch nie oder bereits vor sehr langer Zeit einen Erste-Hilfe-Kurs besucht. Daher waren die Erwartungen an den Kurs – geko

nnt geleitet von Susanne Hofmann vom Deutschen Roten Kreuz (Kreisverband Tauberbischofsheim) – entsprechend hoch. Die Herausforderung, einer gemischten Gruppe mit Flüchtlingen, Senioren, jungen Eltern und einer blinden Teilnehmerin die Grundlagen der Lebensrettung nahezubringen, hat die Kursleiterin nach einhelligem Fazit hervorragend gemeistert.

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Gisela Keck-Heirich, die Leiterin des Mehrgenerationenhauses in der Laudaer Josef-Schmitt-Straße, berichtet: „Wer schon einmal in die Situation gekommen ist, helfen zu müssen, merkt schnell, wie hilflos man ohne Vorbereitung ist. Diese Angst konnte dank der vielen praktischen Übungen, beispielsweise auch mit einem Defibrillator, abgebaut werden. Die Mitarbeiter unserer Einrichtung können nun aktiv Hilfe leisten und im Ernstfall Menschenleben retten.“

Mit großem Engagement, aber auch viel Spaß waren alle Teilnehmer dabei. Am Schluss waren sich alle Teilnehmer einig: Ein regelmäßiger Auffrischungskurs in Sachen Notfallhilfe ist für jeden Bürger sinnvoll!